Den Sieg vor Augen

Langweids 19-jährige Spitzenspielerin Nathaly Paredes gewann beim 5:5 in Neckarsulm beide Einzel und zusammen mit Loan Le das Doppel. Trotzdem reichte es für den Aufsteiger beim Tabellenletzten nicht zum Sieg. (Bild: Oliver Reiser)

Beim TTC Langweid ist man mit der Vorrundenbilanz in der 2. Bundesliga zufrieden, nicht jedoch mit dem Unentschieden beim Tabellenletzten

Nach Beendigung der Vorrunde hat das neu gebildete Tischtennis-Frauenteam des TTC Langweid als Aufsteiger in der 2. Bundesliga sechs Pluspunkte auf dem Konto. Aufgrund der Erwartungen zum Saisonstart sind diese sechs Zähler Grund zur Zufriedenheit. Der ursprünglich als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelte TTC hat in der Vorrundentabelle immerhin drei Teams hinter sich und hat nur zwei Punkte Rückstand zum Viertplatzierten. Das 5:5 im letzten Vorrundenspiel beim Tabellenletzten NSU Neckarsulm machte Spielertrainerin Cennet Durgun aber dennoch unzufrieden, hatte sie doch mit einem Sieg gehofft, die Stellung ihres Teams weiter verbessern zu können. Beim 5:5 war das TTC-Quartett dem Sieg auch etwas näher als die Gastgeber.

Unzufrieden war Cennet Durgun auch mit sich selbst. Hatte sie doch in zwei Einzelspielen das Nachsehen und auch im Doppel zusammen mit Vitalija Venckute, umso mehr unzufrieden fiel die Niederlage gegen das Spitzendoppel der Gastgeber im Entscheidungssatz mit 11:13 unglücklich knapp aus. Im letzten Einzel, als ihr Team 5:4 in Führung lag, verlor Cennet Durgun ebenfalls im Entscheidungssatz. Neben dem großen Sprung von der zweiten Mannschaft des Vereins der Oberliga drei Klassen höher in die 3. Bundesliga komme bei Cennet Durgun zum eigenen Spiel die Belastung der Verantwortung, die Fahrten des Teams mit dem Pkw zu Auswärtsspielen und die Betreuung hinzu, wissen die Vereinsverantwortlichen.

Die Woche über war die Nummer zwei, Loan Le, krank. „Kann sie spielen?“, fragte sich die Trainerin besorgt. Loan Le spielte trotz ihrer körperlichen Schwächung, konnte zusammen mit Nathaly Paredes das Doppel gewinnen und das Spiel zwei gegen zwei für sich entscheiden. Paredes konnte gegen die Nummer zwei Tu Wenna ebenfalls punkten, war aber, wie auch ihre Doppelpartnerin, gegen die Neckarsulmer Spitzenspielerin Lenka Harabaszova am kürzeren Hebel. „Die Tschechin war aufgrund ihrer Routine und ihrer Aufschläge gegen unsere jungen Spitzenspielerinnen im Vorteil“, analysierte Cennet Durgun die beiden dennoch lobend. Verlass war auf Vitalija Venckute. Sie ging in Einzelspielen zweimal als Siegerin vom Spieltisch. (jug) NSU Neckersulm – TTC Langweid 5:5. Tu Wenna/Mohr – Natalia Paredes/Loan Le 7:11, 11:2, 9:11, 11:4, 9:11, Lenka Harabaszova/Kathrin Hessenthaler – Vitalija Venckute/Cennet Durgun 6:11, 11:8, 9:11, 11:7, 13:11, Harabaszova – Le 11:6, 11:8, 11:6, Tu Wenna – Paredes 5:11, 7:11, 6:11, Mohr – Durgun 11:8, 4:11, 11:7, 11:5, Hessenthaler – Venckute 11:13, 8:11, 6:11, Harabaszova – Paredes 12:10, 5:11, 11:9, 11:7, Tu Wenna – Le 8:11, 7:11, 9:11, Mohr – Venckute 11:8, 9:11, 10:12, 8:11, Hessenthaler – Durgun 11:3, 11:4, 4:11, 5:11, 11:8

Quelle: Augsburger Allgemeine, 10.12.2019
https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/sport/Den-Sieg-vor-Augen-id56185686.html