Essen und Trinken hält zusammen

Aus Gründer der Corona-Vorsichtsmaßnahmen verbrachten die Spielerinnen des TTC Langweid die Zeit während der beiden Auswärtsspiele in Westfalen nicht im Hotel, sondern in einer Ferienwohnung. Dort verpflegten sich Cennet Durgun, Nathaly Paredes, Charlotte Bardsley, Vitalija Venckute iund Loan Le (von links) selbst.
Aus Gründer der Corona-Vorsichtsmaßnahmen verbrachten die Spielerinnen des TTC Langweid die Zeit während der beiden Auswärtsspiele in Westfalen nicht im Hotel, sondern in einer Ferienwohnung. Dort verpflegten sich Cennet Durgun, Nathalie Paredes, Charlotte Bardsley, Vitalija Venckute und Loan Le (von links) selbst. Bild: TTC Langweid

Die Tischtennis-Frauen des TTC Langweid gehen trotz starker Leistungen leer aus. Wie gemeinsame Aktivitäten den Teamgeist stärken

Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen – so heißt es normalerweise im Mannschaftssport. Bei den Tischtennis-Frauen des TTC Langweid kommt noch eine weitere Gemeinsamkeit hinzu: Die Spieler des Zweitbundesligisten, die aus aller Herren Länder stammen, wohnen und kochen auch zusammen. Während des Auswärts-Doppelspieltages in Westfalen lebten sie auch Gründen der Corona-Vorsichtsmaßnahmen nicht im Hotel, sondern gemeinsam in einer Ferienwohnung. Dort wurde auch gemeinsam gekocht und gegessen. „Eine hervorragende Teambuilding-Maßnahme“, lachte Managerin Cennet Durgun. „Und geschmeckt hat es auch.“

Nicht ganz gereicht hat es dann im Tisch in den beiden Spielen in Uentrop (2:6) und Anröchte (1:7), wo man die erwarteten Niederlagen hinnehmen musste. Der TTC konnte den hinter Weinheim wohl stärksten Mannschaften der 2. Bundesliga aber mehr zusetzen, als es die Ergebnisse sagen. Sie konnten die Heimreise erhobenen Hauptes antreten.

„Die Leistung stimmt zuversichtlich.“ Lob der Betreuerin verdiente sich die jungen und noch lernfähigen Spielerinnen für ihren Kampfgeist. Cennet Durgun sah darin aber auch den Nachteil bei Loan Le Hong. Hier führte der Siegeswille zuweilen bei Fehlern zum Hadern mit sich selbst. Bei Charlotte Bardsley stellte Durgun eine Steigerung ihrer schon beim 6:2-Sieg gegen Berlin gezeigten Leistung fest.. In Schutz nahm die Betreuern Nathaly Paredes, die am Wochenende ohne Sieg geblieben ist: „Sie hat gut gespielt, es fehlte zuweilen auch das Glück.“

Beim TuS Uentrop konnte Charlotte Bardsley mit einem Sieg gegen die Japanerin Tsutsui Yuki die vermeidbare Niederlage von Le Hong gegen Bernadett Balint, die ungarische Spitzenspielerin der Gastgeber, zum 1:1 ausgleichen. Vitaija Venckute, Langweids Nummer vier, brachte ihr Team mit einem Sieg gegen die Estländerin Avamieri 2:1 in Front. Nathaly Paredes steuerte gegen Nadine Silius im Entscheidungssatz einen Sieg entgegen. Dann aber riss plötzlich der Faden und es kam zu einer vermeidbaren 10:12-Niederlage.

Cennet Durgun spekulierte: „Was wäre gewesen, wenn wir mit 3:1 in Führung gegangen wären?“ Carlotte Bardleey bäumte sich auch im Spitzenspiel gegen Balint stark auf, musste aber im Entscheidungssatz die Segel streichen. Der enorme Widerstand war damit gebrochen.

„Wir dürfen und werden euch nicht unterschätzen!“ Beeindruckt von der starken Leistung Langweids in Uentrop äußerte sich ein Verantwortlicher des Gastgebers TTK Anröchte gegenüber Cennet Durgun. Der Sieg von Charlotte Bardsley gegen Yang Henrich stärkte seine gute Meinung vom TTCL-Team. Der Sieg glich die Niederlage von Le Hong gegen die immer noch übermächtige Abwehrstrategin Jing Tian Zörner aus, die in früheren Jahren zu den besten Spielerinnen der 1. Bundesliga gezählt hat. Es sah zunächst nicht danach aus, dass der Sieg von Bardsley der einzige bleiben würde. Vitalija Venckute verpasste einen zweiten Punkt knapp mit einem 9:11 im Entscheidungssatz. Das hätte wie in Uentrop der 2:2-Zwischenstand sein können. Im zweiten Durchgang war der Widerstand des Außenseiters endgültig gebrochen.

TuS Uentrop – TTC Langweid 6:2. Balint – Loan Le 6:11, 11:7, 11:9, 11:8, Tsutsui – Bardsley 11:7, 14:16, 7:11, 7:11, Avameri – Veinckute 7:11, 12:10, 5:11, 11:8, 8:11, Silius – Paredes 9:11, 11:2, 11:8, 5:11, 12:10, Balint – Bardsley 11:6, 11:6, 10:12, 11:13, 11:5, Tsutsui – Le 11:5, 9:11, 11:3, 11:7, Avamieri – Paredes 11:7, 11:2, 11:6, Silius – Venckute 11:7, 9:11, 11:8, 11:4..

TTK Anröchte – TTC Langweid 7:1. Tian-Zörner – Le Thi Hong 11:3, 11:8, 11:5, Henrich – Bardsley 9:11, 7:11, 8:11, Grohmann – Verickute 12:10, 8:11, 8:11, 11:6, 11:9, Papadimitriou – Paredes 11:6, 12:10, 8:11, 11:6, 11:9, Tian-Zörner – Bardsley 11:4, 11:3, 11:2, Henrich – Le 11:7, 11:8, 11:7, Grohmann Paredes 11:9, 14:12, 6:11, 11:8, Papadimitriu – Venckute 3:11, 11:6, 11:3, 11:8.

Quelle: Augsburger Allgemeine (https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/sport/Essen-und-Trinken-haelt-zusammen-id58424676.html)