Der TTC Langweid geht mit 15 Teams (je 5 Damen-Männer-Nachwuchsteams) breit aufgestellt mit einer tollen Vorrundenbilanz in die kurz bevorstehende Rückrunde. Der TTC Langweid bestätigt sich durch Breite, Jugendarbeit und Spitze als sportliches Aushängeschild der Region.
Das 1. Damenteam geht auf Platz 3 in die Rückrunde der 2. Bundesliga, die „Zweite“ als Tabellenzweiter in die Rückrunde der Oberliga Bayern und das Damenteam III als verlustpunktfreier Tabellenführer in die Verbandsliga-Rückrunde. Der TTC Langweid, seit Jahrzehnten Tischtennishochburg der Frauen und im Jugendsport (weibliche Jugend), präsentiert sich durch den sportlichen Aufschwung im Männer-Tischtennis und bei der männlichen Jugend mehr und mehr zu einer allgemeinen Hochburg dieser Sportart in Schwaben.
Das 1. Männerteam nimmt als Aufsteiger in der Verbandsliga Südbayern einen beachtlichen Mitteplatz ein. Der sportliche Stellenwert der Zugehörigkeit zur Verbandsliga wird dadurch deutlich, dass zum Aufstieg in diese Spielklasse 8 Stufen/Ligen zu nehmen sind, 4 mehr als in weniger verbreitenden Sportarten hin zur 3. Bundesliga. Hinzu kommt, dass von der Tischtennis-Verbandsliga noch weitere 4 Stufen genommen werden müssen, um in die 3. Bundesliga zu gelangen.
Bei den Damen sind 9 Ligen zu “nehmen“, um in unsere 2. Bundesliga zu gelangen, stellt TTCL-Vorsitzende Alfons Biller fest und kritisiert bei so einer großen Sportart den Begriff Randsportart. Alfons Biller dazu der ergänzende Hinweis auf den Jugendsport: Unsere 1. Jugend spielt in der Landesliga und darunter gibt es in den Bezirken Nord- und Südschwaben jeweils 6 Ligen mit je 8-10 Teams darunter unsere weiteren 4 Jugendmannschaften. Fußball ist klar führend aber welche andere Sportart hat so einen breiten Wettkampfsport?
Das 1. Damenteam hat es trotz eines Ausrutschers im Vorrundenspiel gegen den Tabellenletzten noch selbst in der Hand, in der 2. Bundesliga zumindest Platz 2 zu belegen. Ausrutscher darf es nicht mehr geben, wissen Coach Cennet Durgun und ihre Spielerinnen. Die Zweite sucht und hat die Chance in der Oberliga Bayern Meister zu werden und in die Regionalliga aufzusteigen. Vorsitzender Alfons Biller sieht in der Ligen-Struktur des Vereins und in der Zugehörigkeit der “Zweiten“ zur Regionalliga für Talente Schwabens, die in ihren Vereinen nicht mehr genügend gefordert und gefördert werden können, ihre Chance in Schwaben zu suchen und nicht in andere Regionen abzuwandern.
Mit dieser Frage muss sich der Vorstand des Vereins schon jetzt beschäftigen, muss doch dem Verband gegen Mitte März verbindlich erklärt werden, ob man das Aufstiegsrecht annehmen würde. Das Aufstiegsrecht muss allerdings erst mal errungen werden. Das wäre schon mit Platz 2 hinter dem aktuellen Tabellenführer TSV Langstadt II zu erreichen, denn die Hessen können nicht aufsteigen, da die Erste schon in der 1. Bundesliga spielt. Am Willen ins Deutsche Oberhaus zurückzukehren, das man viele Jahre dominiert hat, fehlt es den TTCL-Verantwortlichen sowie Coach Cennet Durgun und ihren Spielerinnen nicht. Gern, würde man den vielen Tischtennisfans der Region wieder absoluten Spitzensport bieten. Auch aufgrund zweier Nachwuchstalente im Team wäre ein Aufstieg für deren sportlichen Weiterentwicklung gut. Für die Jugend-Europameisterin Veronika Matiunina, die im Fokus anderer Vereine steht aber gern in Langweid bleiben würde, notwendig. Notwendig wäre wohl auch eine Verstärkung durch eine starke Spielerin in vorderer Teamposition.
Da die Finanzdecke schon jetzt dünn ist, ist nach aktuellem Stand eher ein Aufstiegsverzicht zu erwarten, es sei denn, es tut sich aus regionaler Identität was in Sachen Sponsoring/Unterstützung. Darauf hoffen die TTCL-Verantwortlichen um Vorsitzenden Alfons Biller und Spielerinnen. Einen Aufstiegsverzicht wäre schon deshalb ärgerlich, weil der Region mit einem Gesamtetat auf der Höhe eines Fußball-Bezirksoberligisten, sogar einzelner Bezirksligisten, ein Tischtennis Erstligist und absoluter Spitzensport möglich wäre, nicht auf den Aufstieg verzichten zu müssen und insgesamt bestens „am Ball bleiben“ zu können, wird bedauert. Weiter festgehalten wird seitens des Vereins an der Symbiose Spitzensport, Breitensport und Jugendarbeit. Eine Einsparung bei den hohen Kosten für die Jugendarbeit zugunsten eines Aufstiegs in die 1. Bundesliga kommt nicht infrage, da die Jugendarbeit, sportlich und gesellschaftlich beim TTC Langweid weiter gewichtet wird. /jug
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