Die Sorgen sind vielseitig und groß. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen können bei den aktuellen politischen Diskussionen hinsichtlich Problemlösungen leider wenig daran glauben, dass es auch um ihre Zukunft geht und die der zukünftigen Generationen. Ist das, was diese Gesellschaft aus langen, guten Jahren den Nachkommen hinterlässt, aber nicht allgemein Grund zu schlechtem Gewissen und an die Jugend und die nachkommenden Generationen zu denken?
Ich führe die Staatsverschuldung an und als politisch „Schwarzer“ den Raubbau an der Natur und die Schädigung des Klimas mit den verheerenden Folgen. Ist dies nicht Grund genug an die Zukunft der Jugend/die nachkommenden Generationen zu denken und Versäumnisse im Einvernehmen mit wirtschaftlichen Zielen zu heilen?
Trotz allseits vieler finanzieller Probleme darf bei der Unterstützung der Jugendarbeit der Vereine nicht gespart werden. Die Meinung, dass die Erziehung der Kinder Sache der Familien ist, ist zwar richtig. Doch wurde zu lange den Eltern „zugeschaut“, die ihrer Verantwortung nicht nachgekommen sind. „Zugeschaut“, wie sich desolate Familien multiplizierten, mit den Folgen, die uns tägliche Fernsehbilder und Zeitungsberichte von Jugendlichen zeigen.
Das sollte eine Lehre sein. Vereine, besonders die Sportvereine mit ihrer Anziehungskraft haben Schlimmeres verhindert. Kinder wurden in guten Gemeinschaften und fern von der Straße und schlechtem Umgang gehalten.
Mit Sorge betrachte ich, dass langjährige Vereinsverantwortliche müde werden, keine Nachkommen besonders für Jugendarbeit gefunden werden können. Wenn ich von schlechtem Gewissen geschrieben habe, so nehme ich auch die Sportler und Sportlerinnen, die über viele Jahre hinweg Freude in Vereinen gefunden haben in der Kritik und in der Mahnung nicht aus. Auch sie müssten bestrebt sein, die Vereine, die ihnen nützlich waren, den Nachkommen zu erhalten!
Erst diese Woche war in der Zeitung zu lesen, dass ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler psychosozialen-Stress beklagen. Dies hat sicher viele Gründe, die andere besser erkennen müssten, als ich es kann.
Gehen nicht zu viele Kinder auf Geheiß der Eltern (meiner Tochter/meinem Sohn soll es mal besser gehen) in höhere Schulen, für die sie die Voraussetzung nicht haben und in anderweitiger Schulbildung und Ausbildung die bessere Zukunft hätten? Früher wurde Kindern „mehr zugemutet“ in Erkenntnis, dass ihnen als Erwachsene „Stress“ nicht erspart bleibt. Völlig unverständlich ist z.B. das Abschaffen der Bundesjugendspiele für jüngere Schüler und Schülerinnen. Erfreulich ist, dass Bayern, anderen Ländern voran, an mehr Sport in den Schulen denkt. Längst überfällig! Schulsport allein reicht aber nicht! Der Vereinssport hat über die körperliche Ertüchtigung hinaus gesellschaftspolitische Bedeutung und könnte bei mehr Unterstützung noch nützlicher sein/werden.
Gert Jungbauer
TTC Langweid