Sport ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sorgt er doch für Wertschöpfung, Beschäftigung, Investitionen und Konsum. Den Konsum, d.h. die Ausgaben der Bürgerinnen und Bürger für den Sport betreffend, ist König Fußball im Gegensatz ersteren Kriterien nicht führend und dennoch ist Fußball bei den Medien, voran dem Fernsehen, absolut dominant.
Fernsehanstalten, auch die Öffentlich-rechtlichen, sind, das ist gut so in der Demokratie, von der Politik unabhängige Unternehmen. Unternehmen müssen „wirtschaften“ und dabei geht es bei den Fernsehanstalten um Werbeeinnahmen und dahingehend um Einschaltquoten. Einige wenige Sportarten nahmen/nehmen vom Interesse der Medien gesteuert „Entwicklung“ auf, andere bleiben mehr und mehr auf der Strecke. Der Wert des Sports, richtiger der Wert des Sports für Sponsoren, wird von den Medien bestimmt.
Verständlich aus der Sicht der Firmen. Für das Wirtschaftsunternehmen Fernsehen/Rundfunk stellt sich nicht die Verantwortung ein, dass alle Sportarten gesellschaftspolitisch gebraucht werden und auch für die Medaillen-Bilanzen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Unterschiedliche Gewichtung des Sports durch die Presse Zeitungsverleger/Zeitungsunternehmen sind abhängig von der Zahl der Zeitungs-Abonnenten und zusammenhängend von Werbeeinnahmen durch Inserate. Bei den Fernsehanstalten sind es die Einschaltquoten, die zur Berücksichtigung von Sportarten entscheidend sind, bei den Zeitungsverlegern die Abonnenten.
Nach Größe der Sportart entschieden, sind Fußball-Interessenten in der Überzahl und Fußball hat bei der Berücksichtigung verständlich die Nase vorn. Warum aber die Kehrtwende nach Fußball? Bei der Berücksichtigung der anderen Sportarten wird, so zuweilen der Eindruck, vorbei an der Größenordnung und großer Unterschiede hinsichtlich Anzahl von Vereinen nicht nach dem Prinzip Abonnenten und nicht nach sportlicher Gewichtung gehandelt, Zurecht?
Der Tischtennissport insgesamt (nicht nur der TTC Langweid) kann sich von der Landausgabe (Redaktion Gersthofen) nicht benachteiligt fühlen.
Gert Jungbauer
TTC Langweid